Superstar der spitzen Feder und ebensolcher Bemerkungen: Erbse war bei uns!

von Moritz Falgowski
 
Die Kletterszene Mitteldeutschlands würde keinen Fehler machen, wenn sie jenen Tag, an dem man sich beim Geoquest-Verlag dazu entschloss, sich für den Kauf des ehemaligen „kleinen“ Thalia-Theaters in Halle zu bewerben, jährlich mit einer Feier begehen würde. Allein die Partys und Konzerte, die seither bereits dort stattfanden, rechtfertigen diesen Gedenktag hinreichend. Auch die immer beliebteren Geoquest-Kultur Veranstaltungen sind auf dem besten Weg, schon bald  Kultstatus zu erreichen. 
Foto: Und da nur ein Tag am Fels ein wirklich guter Tag sein kann, ging es vor der Arbeit ans Vergnügen zum Klettern an den halleschen Galgenberg.
Wir erinnern uns: das Wetter war noch winterlich und mehr als bescheiden! Doch Erbse musste nicht lang überredet werden, vor dem Auftritt mit uns an den überhängenden Sektor des Galgenberges zu gehen. Und man merkt sofort: der Mann ist ein echtes Klettertalent und hat unsere Touren onsight geklettert!

Zum dritten Mal fand „Geouest-Kultur“ am Mittwoch, den 10.4.2013 im Kellergewölbe  des ehemaligen Theaters statt und hatte dabei bereits einen echten „Superstar“ der Kletterszene zu bieten. Comic-Zeichner „Erbse“ Köpf präsentierte sein zweites Kabarett Programm „Einmal Unsterblich“ und zog damit Publikum, nicht nur aus Halle an. Die Hütte war voll, auch aus Dessau, Leipzig, dem Harz und Erfurt kamen die Besucher, um in Halle zum Lachen in den Keller zu gehen.  Sie sollten nicht enttäuscht werden. In gut zwei Stunden Programm führte Erbse das Publikum durch die verschiedenen Facetten des Klettersports und verschonte niemanden, vor allem nicht sich selbst, alles um am Ende vielleicht doch noch der Antwort der Frage: „Warum ausgerechnet Klettern?“, der er sich bereits in seinem ersten Bühnenprogramm gewidmet hatte, eine Antwort abzuringen.

Foto: Garniert war das Ganze selbstverständlich mit bunten und unbunten Zeichnungen, Comic-Strips und Wimmelbildern aus der Feder des Meisters. Der Inhalt des gesagten nahm dabei mitunter durchaus philosophische Züge an: Wo liegt eigentlich die Grenze des Möglichen am Fels? Wie kann ein schmächtiger Knabe, wie Adam Ondra heute Touren ziehen, an denen selbst Wolfgang Güllich und Kurt Albert, die beiden heroischen Urgesteine des Sportkletterns ihre Mühe gehabt hätten? Ist beim Klettern die Kraft oder die Länge der Arme entscheidend? Und was braucht man für einen einfingrigen Klimmzug? (Wenigstens diese  Frage konnte an diesem Abend geklärt werden, in unserem Fall reichte eine Schlinge und ein guter Sichtschutz.) Zwischendurch griff Erbse immer wieder zur Klampfe und  brachte einige brüllend komische Lieder vom Klettern, Sichern und Bouldern zu Gehör, die sich womöglich schon bald an den Lagerfeuern zu Fuße unserer Felsen, zum Kult entwickeln könnten. Wirklich gutes Kabarett zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, dass der Kabarettist nicht nur Witze erzählen kann, sondern es versteht dazwischen auch ein paar kluge Botschaften zu verpacken. Und das ist Erbse gelungen, Klettern, so beantwortete er im Laufe des Abends die große Ausgangsfrage, sei der direkte Weg zu  umfassender Weisheit, Glückseligkeit und Unsterblichkeit. Warum? Nun um diesem Ergebnis den richtigen Lösungsweg zuzuordnen empfehle ich, die Veranstaltung „Erbse: Einmal Unsterblich“, deren genaue zeitliche und geografische Koordinaten für die Zukunft am besten der Homepage des Künstlers selbst zu entnehmen sind, einfach selbst zu besuchen. Nur soviel vorweg: auf meinem sehr langem Heimweg an diesem Abend beschäftigte mich manches des Gesagten noch sehr lange und auch am nächsten Tag flackerte mir beim Gedanken an den Abend im Gewölbe des Kletterthalias noch das eine oder andere Lächeln durchs Gesicht.

Sein eigener Werdegang  spielte dabei eine ebenso große Rolle, wie all jenes was sich an den Felsen und Felslein dieser Welt so abspielt. Ob es die modischen Eigenheiten der Crashpad-Träger, das Verhältnis zwischen Mann und Frau, Anfänger und „Hausmeister“ am Fels, Sinn und Unsinn des „Clean-Climbings“, des Helden-Faktors beim Berge-Besteigen oder einfach nur der Wunsch nach sportlicher Betätigung  sind, alles was uns an die Felsen bringt wurde aufgegriffen, durchleuchtet, besprochen und wieder fallengelassen. Im Grunde lief alles immer wieder auf den einen Satz hinaus, mit dem diese Thema meistens beendet wird: „Klettern ist einfach geil!“. Garniert war das Ganze selbstverständlich mit bunten und unbunten Zeichnungen, Comic-Strips und Wimmelbildern aus der Feder des Meisters. Der Inhalt des gesagten nahm dabei mitunter durchaus philosophische Züge an: Wo liegt eigentlich die Grenze des Möglichen am Fels? Wie kann ein schmächtiger Knabe, wie Adam Ondra heute Touren ziehen, an denen selbst Wolfgang Güllich und Kurt Albert, die beiden heroischen Urgesteine des Sportkletterns ihre Mühe gehabt hätten? Ist beim Klettern die Kraft oder die Länge der Arme entscheidend? Und was braucht man für einen einfingrigen Klimmzug? (Wenigstens diese  Frage konnte an diesem Abend geklärt werden, in unserem Fall reichte eine Schlinge und ein guter Sichtschutz.) Zwischendurch griff Erbse immer wieder zur Klampfe und  brachte einige brüllend komische Lieder vom Klettern, Sichern und Bouldern zu Gehör, die sich womöglich schon bald an den Lagerfeuern zu Fuße unserer Felsen, zum Kult entwickeln könnten.

Foto: Die Kletterszene Mitteldeutschlands täte Recht daran, jenen Tag an dem man sich beim Geoquest-Verlag dazu entschloss, sich für den Kauf des ehemaligen „kleinen“ Thalia-Theaters in Halle zu bewerben, jedes Jahr mit einer großen Feier zu ehren. Allein die Partys und Konzerte, die seither bereits dort stattfanden, rechtfertigen diesen Gedenktag hinreichend. Auch die immer beliebteren Geoquest-Kultur Veranstaltungen sind auf dem besten Weg, schon bald  Kultstatus zu erreichen.  Zum dritten Mal fand „Geouest-Kultur“ am Mittwoch, den 10.4.2013 im Kellergewölbe  des ehemaligen Theaters statt und hatte dabei bereits einen echten „Superstar“ der Kletterszene zu bieten. Comic-Zeichner „Erbse“ Köpf präsentierte sein zweites Kabarett Programm „Einmal Unsterblich“ und zog damit Publikum, nicht nur aus Halle an. Die Hütte war voll, auch aus Dessau, Leipzig, dem Harz und Erfurt kamen die Besucher, um in Halle zum Lachen in den Keller zu gehen.  Sie sollten nicht enttäuscht werden. In gut zwei Stunden Programm führte Erbse das Publikum durch die verschiedenen Facetten des Klettersports und verschonte niemanden, vor allem nicht sich selbst, alles um am Ende vielleicht doch noch der Antwort der Frage: „Warum ausgerechnet Klettern?“, der er sich bereits in seinem ersten Bühnenprogramm gewidmet hatte, eine Antwort abzuringen. Sein eigener Werdegang  spielte dabei eine ebenso große Rolle, wie all jenes was sich an den Felsen und Felslein dieser Welt so abspielt. Ob es die modischen Eigenheiten der Crashpad-Träger, das Verhältnis zwischen Man und Frau, Anfänger und „Hausmeister“ am Fels, Sinn und Unsinn des „Clean-Climbings“, des Helden-Faktors beim Berge-Besteigen oder einfach nur der Wunsch nach sportlicher Betätigung  sind, alles was uns an die Felsen bringt wurde aufgegriffen, durchleuchtet, besprochen und wieder fallengelassen. Im Grunde lief alles immer wieder auf den einen Satz hinaus, mit dem diese Thema meistens beendet wird: „Klettern ist einfach geil!“.

Wirklich gutes Kabarett zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, dass der Kabarettist nicht nur Witze erzählen kann, sondern es versteht, dazwischen auch ein paar kluge Botschaften zu verpacken. Und das ist Erbse gelungen, Klettern, so beantwortete er im Laufe des Abends die große Ausgangsfrage, sei der direkte Weg zu  umfassender Weisheit, Glückseligkeit und Unsterblichkeit. Warum? Nun, um diesem Ergebnis den richtigen Lösungsweg zuzuordnen, empfehle ich, die Veranstaltung „Erbse: Einmal Unsterblich“, deren genaue zeitliche und geografische Koordinaten für die Zukunft am besten der Homepage des Künstlers selbst zu entnehmen sind, einfach selbst zu besuchen. Nur soviel vorweg: auf meinem sehr langem Heimweg an diesem Abend beschäftigte mich manches des Gesagten noch sehr lange und auch am nächsten Tag flackerte mir beim Gedanken an den Abend im Gewölbe des Kletterthalias noch das eine oder andere Lächeln durchs Gesicht.