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Montenegro 2008 | Geoquest Verlag

Montenegro 2008

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Rrrring. Rrrring. Ja Hallo?

Als Ralf mich anruft, bin ich zunächst etwas ratlos. Montenegro? Als Geograf weiß ich zwar, wo das liegt, aber sonst ist da nur Leere auf meinem mentalen Globus. Doch halt – war das nicht das Balkanland, wo jahrelang die D-Mark als offizielles Zahlungsmittel verwendet wurde? Und Zigarettenschmuggel …?

 

Es hilft nix, weder weiß ich, welch Volk dort wohnt, noch, was es treibt, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Da hilft nur Wikipedia.

Montenegro liegt auf der geografischen Breite von Neapel
Montenegro liegt auf der geografischen Breite von Neapel.

Was steht denn da? Na ja, D-Mark war nur drei Jahre, dann haben sie dort nahtlos auf Euro umgesattelt. Das bedeutet, sie dürfen das Geld zwar rumreichen wie sie wollen, aber drucken können sie es nicht, da sie nicht Mitglied der Währungsunion sind. Aha – verstehe. Aber wie kommt denn das Geld ins Land, wenn man es nicht druckt? Tatsächlich – da steht's: Zigarettenschmuggel, aber auch andere Drogen, Menschen und Autos – eigentlich krass, was man alles so schmuggeln kann. Das Beste – der größte ehemalige Schmuggler ist jetzt Premierminister. Na ja, wie überall, in Russland der KGB-Mann, in USA ein Kriegsverbrecher und hier halt ein Schmuggler. Was noch? Ein bisschen Bergbau, viel Landwirtschaft und der seit drei Jahren am stärksten wachsende Wirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr. Und das soll auch auf dem Ticket in die EU stehen: Tourismus. Und die Bedingungen des Landes sind außerordentlich gut. Von den schneebedeckten Hochgebirgen ziehen sich durch grüne Wälder gewaltig tiefe Kalksteinschluchten bis hinunter an die Adria, wo die hellen Strände und verwinkelten Buchten und nicht zuletzt ein unschlagbar günstiges Preisniveau jedes Jahr immer mehr Westeuropäer anziehen. Und genau da setzt das Projekt an, von dem Ralf mir nun am Telefon erzählt.

Die azurblaue Adraiküste ist jährlich Ziel von tausenden Touristen
Die azurblaue Adriaküste ist jährlich Ziel von tausenden Touristen.

Im Auftrag der GTZ, dem verlängerten Arm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, soll der Tourismus auch im „Hinterland“ gefördert werden, denn an der Adria läuft's ja wie von selbst. Internationale touristische Zusammenarbeit, um das Land an die EU heranzuführen, sozusagen.

Hinterland ist für Aktivurlauber, wie Bergwanderer, Rafter, Mountainbiker und Kletterer natürlich Vorderland – denn da wo die Berge sind, ist die Action. Und so lautet unser Auftrag, ein Klettergebiet einzurichten.

Ich bin begeistert, denn bisher musste ich so etwas immer selbst organisieren und bezahlen – diesmal muss ich einfach nur mitkommen!

Der erste Eindruck im Land ist positiv – alles sieht höchst westlich aus – moderner Flughafen, die Schrift ist überwiegend lateinisch, obwohl die meisten Menschen ja serbisch sprechen und ich deshalb kyrillische Schrift erwartet hatte. Den Fahrer, der uns vom Flughafen abholt, spreche ich testweise auf Russisch an, da ich annehme, dass diese Sprache mit dem Serbischen verwandt ist. Das klappt wunderbar, er antwortet sofort und ich denke – na super – das läuft ja wie ein Länderspiel mit der Kommunikation hier. Dann stellt sich heraus, dass er eigentlich Bosnier ist und das Russisch auch bloß in der Schule gelernt hat – genau so wie ich. Serbisch – lerne ich später – hat zwar Gemeinsamkeiten mit Russisch, aber eben auch nicht mehr als Holländisch mit Deutsch. Aber alles ist auf Kurs Europa, die Währung, die Kleidung, die Menschen und die Autos. Obwohl man mit etwas Glück hier und da noch nostalgische Gefährte a la Saparoshez, Lada oder Yugo sehen kann.

Wenn der Schulbus nicht kommt …
Wenn der Schulbus nicht kommt …

Wie auch immer, die Leute sind vergleichsweise dankbar, denn bei uns habe ich noch nie ein Graffiti mit der Aufschrift „Thank you, Europe“ gesehen. Überall wird gebaut, Häuser, Straßen, Tunnel – ohne Zweifel, das Land ist im Aufbruch. Die Zigarettenpäckchen sind mit 1 € zwar immer noch unglaublich billig, aber ganz offensichtlich ist es das nicht mehr, womit das Gros sein Geld verdient.

Vom Flughafen fahren wir durch Podgorica nach Norden. Die Hauptstadt erscheint mit 140.000 Einwohnern zwar recht klein, wenn man aber bedenkt, dass das Gebirge und dünn besiedelte Land nur etwa 630.000 Einwohner zählt (ca. soviel, wie die Stadt Frankfurt/Main), wird schnell klar, was das Wort Metropole hier bedeutet.

Weiter bringt uns unser Fahrer nach Norden, durch eine gewaltige Schlucht, die der Inbegriff der feuchten Träume eines jeden Rafters sein muss: gewaltig steile Kalksteinwände rechts und links und dazwischen wild dahinschäumendes Wasser – und das über dutzende von Kilometern hinweg. Zwischenstopp zum Abendessen in einem ausgezeichneten Restaurant (welches bezeichnenderweise den Namen „Europa“ trägt), wo wir nicht nur gut essen sondern mir auch für einen vernachlässigbaren Betrag noch ein Fläschchen Bier als Wegzehrung mitgegeben wird. Als ich frage, ob es keinen großen Flaschen gibt, drückt mir der Wirt noch eine umsonst in die Hand – hier wird Gastfreundschaft noch groß geschrieben.

ur Schaschlik und Forelle muss Bier her – denn der Fisch will ja schwimmen!
Zur Schaschlik und Forelle muss Bier her – denn der Fisch will ja schwimmen!

Der nächste Morgen enthüllt uns, wo wir tief in der Nacht zuvor eigentlich angekommen sind: ein grünes Tal, welches von einem Kranz weißer Kalksteinberge begrenzt wird, die wiederum dicke weiße Hauben tragen. Die 2500er sind noch tief verschneit, währen es hier unten Frühling wird. Obwohl die 300-Meter-Wände da oben locken, begeben uns auf Felsensuche, um unser Sportklettergebiet einzurichten. Ralf hat eine Vorauswahl getroffen – und die erweist sich als perfekt: ebenerdig erreichbar, nur 5 Minuten vom Auto, umgeben von blauen Karstquellen und grünen Wiesen erweist sich das Gebiet "Quellen von Ali Pascha"als traumhafter Klettergarten, dem wir in den folgenden 9 Tagen wunderbare Ein- und Zweilängen-Touren abringen.

Weiße Berge, grüne Wälder, blauer Himmel.
Weiße Berge, grüne Wälder, blauer Himmel.

Ali Pasinih – Karstquellen sprudeln aus dem Boden hervor und bilden eine wunderbare Umgebung für unseren neuen Klettergarten.
Ali Pasinih – Karstquellen sprudeln aus dem Boden hervor und bilden eine wunderbare Umgebung für unseren neuen Klettergarten.

Die Arbeit ist hart – putzen, bohren, hämmern, schrauben. Aber die ganze Plackerei wird in dem einen Moment vergessen, der die Krönung des ganzen Aufwandes darstellt: die Erstbegehung! Route um Route wird freigeklettert. Und spätestens da zeigt sich, was für ein tolles Team Ralf da zusammengestellt hat. Alle motivieren sich gegenseitig und helfen sich, wo es nur geht. Die Teilnehmer stammen aus ganz Deutschland. Axel (Braunschweig), Armin und Bodo (Regensburg), Ferdl und Reinl (aus Südbayern), Ralf (Mannheim), Frank (Berlin)-. alles Profis, denen keiner sagen muss, wo die Bohrmaschine angesetzt werden muss oder welche Sicherheitsmaßstäbe an ein modernes Klettergebiet angelegt werden. Sie alle helfen aus Idealismus, hier im äußersten Südosten Europas, das moderne Sportklettern zu etablieren.

Mit dabei ist auch ein vierköpfiges Team aus dem benachbarten Kosovo. Sie erzählen uns von den tollen Kalksteincanons nahe ihrer Heimatstadt Pec, wo es schon einige Kletterrouten gibt. Zwar gibt es anfangs erhebliche organisatorische Probleme, da die Kosovo-Kosmonauten, wie wir sie nach einem Sketch von Olaf Schubert taufen, keine eigenen Klettergurte mitgebracht haben, doch wird das Material später nachgeliefert, und so helfen sie uns bei der Arbeit und richten auch einige eigene Routen ein.

Klettern als Handwerk
Klettern als Handwerk.

Haki aus cdem Kosovo. Zu Hause arbeitet er als Polizeioffizier, hier geht er mit uns klettern.
Haki aus dem Kosovo. Zu Hause arbeitet er als Polizeioffizier, hier geht er mit uns klettern.

Von entscheidender Bedeutung sind die lokalen Bergsteigerclubs. Zwar ist Sportklettern bis zu unserem Eintreffen dort eher unbekannt, doch das alpine klettern wird an den beeindruckenden weißen Wänden und Gipfeln des Grbaja – Tals schon seit Jahrzehnten betrieben und ich weiß, dass ich allein dafür im Sommer unbedingt wiederkommen muss. Trotzdem tun die Leute aus der benachbarten Stadt Plav alles, um uns unsere Arbeit zu erleichtern. Mensur vom Bergclub HRID und seine Kollegen fahren uns mit ihrem „Pinzgauer“, einem uralten geländegängigen österreichischen Militärfahrzeug, bis in den letzten Winkel. Die Klettergebiete sind eigentlich alle leicht mit jedem Pkw erreichbar, aber manchmal packt unseren Fahrer der Spieltrieb, und er jagt irgendwelche steilen Hänge hinauf. Der Pinzgauer ist eigentlich für 10 Personen ausgelegt, unser mittlere Beladung liegt aber bei 17. Auch 22 wären schon drin gewesen, versichert uns Mensur, der hervorragend Englisch spricht und somit unser wichtigster Ansprechpartner ist. Ich glaub es gern, bin ihm aber trotzdem überaus dankbar, als er noch einen Anhänger auftreibt, damit wir wenigstens die Rucksäcke nicht mehr zwischen unsere eng gestapelten Leiber quetschen müssen. Wenn wir abends mit verstaubten Gesichtern und aufgerissenen Händen zurück in unsere Berghütte zu Füßen der schneebedeckten Berge kommen, steht das Essen schon auf dem Tisch und das beachtlich gute Nischichkove Pivo fließt literweise in staubtrockene Kehlen. Ein guter Ausklang!

Im Sektor Bloknik gibt es gut gesicherte Wege von 2 bis 6a
Im Sektor Bloknik gibt es gut gesicherte Wege von 2 bis 6a.

Die Route Survival of the Fittest 7c.
Die Route Survival of the Fittest 7c.

Am Ende haben wir 6 Klettersektoren, 65 Kletterouten und 17 Boulder von 2 bis 8a+ eingerichtet. Ein komplettes Klettergebiet in einer traumhaft schönen Umgebung ist entstanden! Die regionalen Kletterer haben ein wunderbares Trainingsgebiet und zukünftige Klettertouristen können aus dem Vollen schöpfen. Auch für uns steht fest: wir kommen wieder!

Im Anhang gibt's den Kletterführer für Montenegro zum Download ;-)

Neutouren im zweiten Halbjahr 2008!

Die Berliner Gruppe BÄRK hat 2008 unsere Arbeit weitergeführt und eine große Zahl lohnender Kletterwege hinzugefügt. Die engagierten Kletterer Pablo, Max, Jürgen, Nico, Jakob, Adrian und Robert haben den gewaltigen Felsriegel von Ali Pasinih vor allem im linken Teil vervollständigt und dabei auch einige beeindruckende Dächer erstbegangen. Auch für den gemäßigten Kletterer sind viele lohnende Touren dazugekommen, so dass dem nächsten Familienkletterurlaub in der landschaftlich paradisischen Umgebung von Gusinje nichts mehr im Wege steht. Wir selbst freuen uns auch schon auf unseren nächsten Trip dorthin im nächsten Jahr, wo ich schon ganz gierig darauf bin, die neuen Wege unter die Finger zu nehmen.

Die neuen Sektoren im Gebiet Ali Pasinih. Infos und Foto: Jacob Niemann (Berlin)

 Mehr Bilder von den BÄRK findet ihr unter

www.die-baerk.de/galerie/Montenegro/index.html

Der Kletterführer wurde aktualisiert und steht nun auf dem Stand 2009 zum Download bereit.

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