Klettern am Galgenberg (Halle)

Da das Kletterthalia nun sehr stabil läuft, werden auch Mittel frei, um die Klettergebiete in der Stadt Halle besser auszustatten. Das betrifft einerseits das neu einzurichtende Gebiet am Riveufer, andererseits aber auch das traditionelle Stadtklettergebiet am Galgenberg.


Klettern an der Alpinen Trainingswand, einem Felsen, an dem bereits zu DDR-Zeiten das alpine Klettern geübt wurde. Matthias Meilick hat dort den Startschuss gegeben und an der Alpinen Trainingswand wichtige Haken am Campusbord erneuert.

Christiane Hupe und meine Wenigkeit haben außerdem im Sektor Nordwand begonnen, noch loses Material zu entfernen oder – wenn das nicht möglich war - an Ort und Stelle zu fixieren. Diese Arbeiten kommen nicht nur den Kletterern zugute, sondern alle Besucher des Galgenbergs, nicht zuletzt die Zuschauer der Händelfestspiele, profitieren von der höheren Sicherheit. Die Arbeiten sind aber noch nicht ganz abgeschlossen, wir empfehlen deshalb dringend, mit Helm zu klettern und große Vorsicht walten zu lassen.


Chris entfernt lose Steine

Im vergangenen Winter ist zudem ein riesiger Baum vor dem Sektor Galgenwand umgestürzt und hat einen zweiten Baum stark beschädigt. Das Grünflächenamt hat inzwischen beide beseitigt. Dadurch ist dieser bisher stark beschattete, dunkle und moosige Sektor ans Licht der Welt getreten und erfreut sich seitdem wachsender Beliebtheit. Zu Recht, denn hier findet man die mit 20 Metern längsten Kletterwege im Stadtgebiet. Da ich mit der Routeneinrichtung an diesem Sektor vor 20 Jahren im traditionellen Stil von unten her begonnen hatte (1995), waren die Haken nicht an optimalen Stellen gesetzt, sondern nur da, wo man die Hände zum Haken setzen freibekam. Die alten Haken wurden nun entfernt, durch neue ersetzt und auch zusätzliche ergänzt, um auch Einsteigern ein unbeschwerteres Klettern zu ermöglichen.


Links die alten, rechts ein neuer Haken. Die alten Haken waren noch zu 100% sicher und hatten nur leichte Korrosionsspuren.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Wegverläufe optimiert, so dass sich nun folgende Verläufe ergeben (Routennummern nach Rotgelbes Felsenland Auflage 2014):

  • Route Nr 32 leicht: Die leichte Variante kann man nun separat links im Winkel einsteigen und oben nach dem Wandbuch auch noch den neuen Haken der Nachbartour (Nr 33) mitklinken
  • Route Nr. 32 schwer: Man kann etwas weiter rechts als bisher einsteigen und hat dadurch einen Haken mehr. Der Ausstieg entspricht dem Topo im neuen Kletterführer und wurde bereits im vergangenen Jahr saniert
  • Route Nr. 33: zum neuen ersten Haken gerade hoch und dann am 2 Haken vorbei, bis man auf dem Absatz steht (man klinkt hier den 3. Haken). Nun schräg links zum etwas weiter entfernten 4. Haken. Im oberen Verlauf ist auch noch ein Haken dazugekommen, die Route verdient nun ein Sternchen. Man kann auch Einstieg der "32 schwer" mit dem Ausstieg der 33 verbinden, es ergibt sich eine schöne direkte Linie.
  • vom Absatz der Route 33 (nach dem Klinken des 3. Hakens) kann man auch eine schöne Verbindungsvariante gerade hoch zum 6. Haken der Route Nr. 34 machen (gleicher Schwierigkeitsgrad)


Die nunmehr sonnenbeschienen Wand

Viel Spaß beim Klettern der neuen Möglichkeiten wünscht das Geoquest-Team!