Kirgisien/Karavshin 2003

Teilnehmer:

  • Michael Eiselt
  • Christiane Hupe
  • Gerald Krug
  • Christoph Müller

Einen ausführlichen Reisebericht gibts im Anhang an diesen Bericht am Ende der Seite.

 

Infos Karavshin

 

Lage und Anfahrt

Die gewaltigen Granitwände befinden sich in der Turkestan – Kette, welche Kirgisien und Tadshikistan trennt und nach wie vor eine der bergsteigerisch unberührtesten Gebiete der Welt ist. Das Karavshin Gebiet liegt im westlichen Zipfel Kirgisiens, welcher von Tadshikistan fast umschlossen wird. Regionshauptstadt ist Batken, wo man sich auch beim örtlichen Militär melden muss. Von dort muss man in die tadshikische Exklave Voruch, in welche das Karavshin – Tal einmündet. Hier kann man für die nächsten 45 km Motorräder mit Seitenwagen oder auch Esel für die gesamte Strecke bis ins Basislager mieten. Die Preise sind verhandelbar.
Im Karavshin - Tal gelangt man nach wenigen Kilometern zu einem Militärposten, welcher nun wieder zu Kirgisien gehört. Etwa 35 km talaufwärts gibt es einen weiteren kirgisischen Militärposten (die Fahrpiste endet hier), von dort sind es noch etwa 2 ½ km bis sich das Tal aufzweigt. Dem linken (östlichen) Tal wiederum ca. 2 ½ km folgend gelangt man zu einem nach Süden abzweigenden Seitental, von wo man erstmalig die Granitfelsen sehen kann. Nun geht es 9 km nach Süden und der Karavshin – Fluss zweigt sich in Ak – Su (Weißes Wasser) und das westlich gelegene Kara – Su (Schwarzes Wasser) – Tal auf. Asan und Usen befinden sich im Kara- Su – Tal, der "4810" kann von beiden Tälern aus bestiegen werden. Vorsicht übrigens mit den Bezeichnungen Ak – Su und Kara – Su: fast jedes zehnte Tal in der Region hat einen solchen Namen. Karavshin gibt es glücklicherweise nicht so oft.

Nach Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans, gibt es Direktflüge von Frankfurt/Main aus. Die Anfahrt kann dann wie beschrieben von Osch aus erfolgen oder man fliegt nach Taschkent und weiter Kokand in Usbekistan, von wo man mit einem Bus nach Batken gelangen kann. In diesem Fall muss man aber schon Permits haben, da diese nur in Bischkek erhältlich sind.

Permits und Visa

Erlaubnisscheine für den Besuch der Grenzregion bekommt man in Bischkek. Behilflich ist das Tourismusbüro ITMC: itmc@elcat.kg (4 Wochen Bearbeitungszeit 10 € pro Person, 3 - 4 Tage Bearbeitungszeit 20 € pro Person).
Deutsche bekommen das Visum für Kirgistan von der kirgisischen Botschaft in Berlin, Anträge gibt es im Internet (info@botschaft-kirgisien.de), man sendet sie zusammen mit Passbild, Reisepass und frankiertem Rückumschlag dorthin. Um Stress zu vermeiden sollte man das etwa 4 Wochen im voraus tun. Die Gebühren liegen bei etwa 50€/Monat.

Informationen

Die Informationen über das Gebiet sind nach wie vor sehr spärlich, Aktuelles entnimmt man am Besten dem Internet
Die Seiten von Vladimir Kopylov enthalten Kartenskizzen und Fotos: http://www.mountains.tos.ru/kopylov.htm
Der Bericht aus dem tschechischen Bergsteigermagazin everest 10/2003 von Pavel Novak über die Besteigung des 4810 (everest@koktejl.cz) sowie Berichte im Englischen High über Expeditionen im Ak – Su –Tal August 96 und April 99 (http://www.planetfear.com/climbing/highmountainmag).

Jahreszeit

Der Sommer ist perfekt mit milden (im Vorland sehr heißen) Temperaturen und Sonnenschein. Die besten Monate sind Juli und August, wenn auch die einheimischen Hirten oben sind. Die Temperaturen schwanken auf 3000 Meter Höhe zwischen 20° C in der Sonne und 0° nachts. Da die Gipfelhöhen bis 5000m reichen, sollte man durchaus auch etwas Warmes dabeihaben.

Versorgung

Ausrüstung und Verpflegung sind mitzubringen, von den Hirten bekommt man Brot, Milch, Joghurt, etwas Käse und getrocknete Aprikosen.

Sicherheit

Der kleine Grenzkrieg von 1999 ist jetzt 4 Jahre her, seitdem hat es keine größeren Unruhen gegeben. Das Permit ist in der Regionshauptstadt Batken sowie an den beiden Militärposten gegenzuzeichnen lassen. Das geschieht im Interesse der eigenen Sicherheit. Der obere Militärposten schickt dann regelmäßig Streifen vorbei. Trotzdem ist es angeraten, nach wie vor ein wachsames Auge zu haben, da die Gegend als Durchgangsgebiet für den Drogenhandel von Afghanistan gilt. Im Kara – Su Tal gibt es keinen Pass nach Süden, so dass dort kein Schmugglerverkehr zu erwarten ist.

Menschen

Man wird überall eingeladen und die Gastfreundschaft der Kirgisen ist legendär. Ein kleines Gastgeschenk zum Abschied wird gern akzeptiert, am begehrtesten sind Kernmantelseile, mit denen man wunderbar bissige Esel anbinden kann.

Kara-Su-Tal mit dem Gipfel "4810".
Kara-Su-Tal mit dem Gipfel "4810".

Improvisierte Brücke.
Improvisierte Brücke.

 Ilchom lernt schießen.
Ilchom lernt schießen.

 Sportklettern im Gletschergarten.
Sportklettern im Gletschergarten.

VNUK
VNUK Für einen Freund (VI+).
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VNUTSCHKA
VNUTSCHKA Rebellenflucht (VII).
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