Schwierigkeitsgrade - von der Zahl zum Wort

Oft unterhalte ich mich mit Klettereinsteigern und es dreht sich um Schwierigkeitsgrade. Es sagt ihnen wenig, wenn man von einer 4, einer 7 oder einer 12 spricht. Sie möchten gern wissen, was hinter den nackten Zahlen steht. Aus diesem Grund habe ich recherchiert und musste ernüchtert feststellen, dass die letzte allgemein-übliche Verbalbeschreibung der verwendeten Grade von 1926 stammt.


Die Welzenbachskala von 1926

Oft werden mangels Alternativen auch heute noch diese Beschreibungen als Referenz herangezogen, obwohl damals in den Alpen noch mit schweren Bergschuhen geklettert wurde und "extrem schwierig" gleichgesetzt wurde mit dem technischen Klettern mittels Haken- und Leiterklettern. Das hat sich aber geändert, seit das technische Klettern in einer eigenen A-Skala ausgegliedert wurde.
Durch die verbesserte Ausrüstung mit Reibungskletterschuhen und einer manchmal schon überperfekten Absicherung, welche die psychischen Beanspruchungen teilweise sogar komplett ausblenden lässt, hat sich das Schwierigkeitsniveau stark gesteigert und führt auch bei Anfängern dazu, dass sie aus dem Stand Grade meistern können, die vor 100 Jahren noch als extrem galten. Es wird also deutlich: eine neue Beschreibung muss her.
Wir haben uns dazu Gedanken gemacht und die Zuordnung der Grade neu beschrieben. Wir hoffen, Einsteigern damit eine gute Orientierung zu ermöglichen und wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und Steigern der Grade!


Zum Herunterladen der großen Version der Verbalskala-Datei unten klicken!

Eine nicht ganz ernst gemeinte aber dann doch irgendwie zutreffende Verbalbeschreibung der UIAA-Skala findet sich übrigens auf der Thüringen-Seite von Andreas Fröde.

 

 

 

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